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Zymnen.

Wie hat dein Seher, Gott getrauert;
Wie fleht er dir! wie wand er sich !
Nicht ein Gedank an seine Krone,
Er war doch König! kam in ihn:
In Staub geworfen von dem Throne,
Wollt' er in deinen Arm nur fliehn.

Er bebt und sah die Rache glühen
Und deine Strafgerechtigkeit;
Und seufzt; und alle Harmonien
Des Psalters seufzten in sein Lied,
Dich rührten deines Beters Zahren,
Und du vergabst ihm seine Schuld;
Und er sang vor den Lobaltåren
Auf neuen Saiten deine Huld.

Heil, Heil dem Sånger, dem Propheten!
Heil ihm, und der, die ihn gebahr!
Dem Manne, der die Welt lehrt beten,
Der nach dem Herzen Gottes war!

Nun singst du, Mann des Herrn, am Throne,
Vor deinem Herrn und deinem Sohne
Ein ewig jubelvolles Lied.

Dir wagt sich keiner nachzuschwingen,
Der du von Gott begeistert bist!
So können keine Christen singen,
Kein Pindar, wår er auch ein Christ.
Schallt, schallet seine Psalmen wieder,
Stimmt seine Harmonien an!
Hoch wie der Himmel sind die Lieder
und tiefer, als der Ocean!

5. Palm

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Bringt her, ihr Helden von Göttern erzeuget;
Bringt her dem Herrscher Lob und Macht!
Gebt ihm die Ehre! Bejauchzt ihn! Verschweiget,
Verschweigt nicht seines Namens Pracht!

Fallt vor ihm hin, mit dem heiligen Kleide
Der hohen Unschuld angethan,
Und betet Gott in bewundernder Freude
Mit hingeworfnen Leibern an!

Die Stimme. Gottes empdret die Meere;
Gewitter wandeln vor ihm her.
Der Höchste donnert, gekleidet in Ehre,
Auf großen Wassern donnert Er.

Gott zürnt, Gott zürnet im heiligen Grimme;
Die Stimme Gottes tönt mit Kraft,

Die majestätische göttliche Stimme,

Mit welcher er zerstört und schafft.

Die Stimme Gottes zerschmettert die Cedern,
Den Ruhm, den er den Bergen gab;
Die Stimme Gottes zerschmettert die Cedern
Vom hohen Libanon herab.

Sie macht sie hüpfen wie leckende Kålber;
Sie donnert, daß der Libanus,
Daß der hochgipflichte Sirion selber
Wie ein jung Einhorn hüpfen muß.

Sie stürzt die hohen Gebirge zusammen;
Der Erdkreis wankt, da er sie hört!

Sie haût, des Donnerers Stimme, wie Flammen,
Brennt um sich, wütet und zerstört.

Zymnen.

1

bymnen.

Sie zürnt, die Stimme; die Eindd' erzittert;
Welch Schrecken brauset durch sie hin!
Die Stimme Gottes, des Herrschers, erschüttert
Die wundervolle Wüste Sin.

Erschreckt von seiner gewaltigen Stimme
Gebåren Hindinnen zu früh.

Die Stimme Gottes entblößer im Grimme
Die Wälder, und entwurzelt sie.

Er donnert, daß er verherrlichet werde;
Sagt ihm im Tempel Lob und Dank!
Der Herr bereitete wider die Erde

Die Sündfluth, ihren Untergang.

Und sie vertilgte die sichern Verbrecher,
Die seines Namens Ehr' entweiht;
Da war er König, und Dråuer, und Råcher;
Und das ist Gott in Ewigkeit.

Gott wird in allen feindseligen Stürmen
Den Kindern Jakobs Kraft verleihn:
wird sie segnen, Gott will sie beschirmen,
Um sie wird großer Friede seyn.

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6.

Psalm CVII.

Nach Mendelssohn's Uebersehung.

Dankt dem Herrn, denn er ist freundlich,

Ewig währet seine Güte!

Singer, die der Herr erlöset,

Die er aus der Noth errettet,

Und von ferne her zusammenbringt,

Von Morgen, Abend, Mitternacht und Weltmeer!

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rmnen.

Hymnen. Dann preisen fie des Ew'gen Güte,
Den Menschenkindern seine Wunder,
Daß er ehrne Pforten zerbrach,

Eiserne Riegel zerschlug.

Wenn um Uebertretung willen
Für ihre Sünden Thoren leiden,
Jede Speise ihnen ekelt,

Und sie an Todespforten stehn;
Schrein sie in der Noth zum Herrn,
Der rettet sie aus ihrer Angst,
Schickt sein Wort, das heilet fie,
Befreiet sie vom Untergang.
Dann preisen sie des Ew'gen Güte,

Und Menschenkindern seine Wunder;
Bringen Opfer ihm des Dankes,

Verkünden seine Thaten unter Lobgesang.

Die in Schiffen gehn aufs Meer,
Im Gewässer treiben ihr Geschäft,

Diese sehn des Ew'gen Thaten,

Seine Wunder in den Tiefen.
Spricht Er, so erregt er Sturmwind,
Meereswogen thürmen sich;
(Sie fahren gen Himmel,

Sie sinken in Tiefen;

Die Seele zagt in Angst.

Sie taumeln im Schwindel, wie trunken,
All' ihre Kunst versagt.)

Sie schrein in ihrer Noth zum Herrn,

Der rettet sie aus ihrer Angst,
Verwandelt Sturm in Stille,
Heisst die Meereswogen schweigen,

Leitet sie auf sanften Wellen

Froh zu ihres, Wunsches Ziel.
Dann preisen sie des Ew'gen Güte.

Den Menschenkindern seine Wunder,
Rühmen ihn in Volksversammlung,
Preisen ihn im Siß der Alten.

Strome

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