Графични страници
PDF файл
ePub
[ocr errors][merged small][merged small][ocr errors]

Er fand ihn in der Wüstenei
In Eindden, wo Thiergeheul erschallt;
und nahm ihn unterweisend in den Arm,
Wie seines Auges Apfel hütete er ihn.
Gleichwie der Adler rings umdeckt sein Nest.
Und über seinen Jungen schwebt;

Aus spreitet er die Flügel, nimmt sie drauf,
Und trägt sie hoch auf seinen Fittigen:

So führt' ihn Jehovah, Er allein

Kein fremder Göhe war mit ihm.
Er führer' ihn hin auf der Berge Höhn,
und ließ ihn kosten da der Erde Frucht,
Ließ aus dem Fels ihn Honig saugen,
Gab Del ihm aus dem harten Stein,
Butter der Kühe und der Schafe Milch,
Das Fett der Låmmer und der Widder Basans,
Das Nierenfert der Böcke, Weizenbrot

Und Blut der Traube, Wein.

Da ward Jischirun muthig und schlug aus;
Du warst zu fett, zu satt, zu voll,

Entliefst dem Gott, der dich zum Volk gemacht,
Hieltest geringe deiner Rettung Fels.

Ja sie ereiferten ihn über Fremdlingen,
Mit Scheusalsgößen reizeten sie ihn:
Sie opferten Dämonen und nicht Gott,
Göttern und kannten sie auch nicht,
Neulingen, kaum erfundnen Gößen,
Vor denen euren Våtern nie gegraut;

Und ihn, der dich gezeugt, den Fels vergaßest du
Vergaßest Gott, der dich zur Welt gebohren.

Das sah Jehovah und verwarf im Zorn
Die seine Söhne, seine Töchter waren.
Abwenden, sprach er, will ich mein Gesicht,
Und ihren Ausgang sehn:

Denn ein verkehrt Geschlecht sind sie,
Kinder von böser Art.

An ihrem Ungott machten sie mich eifern,
Sie reizten mich durch ihren Gößen Dunst;

Auch

M

V

Auch sie will ich durch ein Unvolk erzärnen
Ein Dunst der Nation soll reizen sie.

Denn meines Grimmes Gluth ist angebrannt,
Und brennen soll sie bis zur Unterwelt,
Soll zehren auf, die Erd' und ihre Frucht,
Soll der Gebürge Gründe flammen an.

Aufhäufen will ich auf sie Noth auf Noth,
Will meine Pfeil' auf sie versenden all'.
Berzehrt vom Hunger und verzehrt von Geiern,
Verzehrt von bittrer Pest -

Will ich auf sie den Zahn der Thiere senden,
Das Gift der Schlange, die im Staube schleicht.
Bon außen soll das Schwert sie Waisen machen,
Von innen Angst,

Seys Jüngling oder Jungfrau,

Seys Säugling oder Greis.

Fast språch' ich: ich vertilge sie,

Lösch' unter Menschen ihr Gedächtniß aus;
Wenn ich des Feindes Hohn nicht scheuete,
Daß ihre Drånger das verkenneten
Und sprächen: „lnsre hohe Hand

Und nicht Jehovah hat das Werk gethan!"
Denn ein im Rath heilloses Volk ist dies,
Verstand ist nicht in ihm.

O wåren weise sie, dies zu verstehn,
Bedachten sie, was ihnen einst geschieht.

Wie kommts, daß dort ein Ein'ger Tausend jagt?

Daß ihrer zwei Zehntausend vor sich treiben?

Ists nicht, weil sie ihr Schuß verlassen?

Weil sie Jehovah Preis gegeben hat?

Hymnen.

Denn sonst war Jener nicht und unser Schußgott gleich,

Deß mögen selbst die Feinde Richter seyn.

Von Sodoms Weinstock ist ihr Weinstock her, Aus dem Gefild' Gomorrha's ihre Trauben,

Gifttrauben; ihre Beeren bittre Gall',

[ocr errors][merged small]
[blocks in formation]

Liegt nicht bei mir geheimer Rathschluß schon?
Versiegelt liegt er schon in meinem innern Schaß:
„Mein ist die Rach' und der Vergeltung Zeit!
Schon wankt ihr Fuß:

Es naht ihr Unglückstag:

Ihr Schicksal eilt herbei.

66

Jehovah wird nun Richter seines Volks,
Ihn reuets, daß sie seine Kinder sind:
Er fiehet: matt ist ihre Hand,

Nichts! nichts ist ihnen übrig mehr!
Da fragt er: wo sind ihr Götter nun?
Der Schußgott, dem sie sich vertraueten?
Die ihre fetten Opfer aßen

Und soffen ihrer Gdhenopfer Wein.
Laß sie nun aufstehn und euch Hülfe leisten,
Laß sie euch Decke seyn!

Nun sehet ihr, daß Ich, daß Ich es bin
Und keine Götter sind mit mir.

Ich bins, der tödtet und belebt,

Ich bin es, der zerschlägt und heilt,

Von mir errettet Nichts.

Zum Himmel heb ich meine Hand

und spreche: Ich, der Lebende

In Ewigkeit!

Wenn ich den Blißstrahl meines Schwertes schärfe

Und meine Hand greift zum Gericht,

So will ich Rach' an meinen Feinden üben

Und meinen Hassern es vergelten reich.
Will Blutes trunken machen meine Pfeile,
Mein Schwert soll fått’gen sich an Leichnamen,
Am Blute des Erschlagnen, des Gefangnen,
An der Vornehmsten meines Feindes Haupt."

Jauchzt auf ihr Heiden, ist sein Volt!
Er rachet seiner Knechte Blut,

Und

[merged small][ocr errors][ocr errors]

Und übt an seinen Feinden Rache
Und reiniget sein Land und Volk.

Hymnen.

3.

Siegesfang der Deborah und Baraks. *)

Hort an, ihr Könige! Fürsten, neigt das Qhr!
Ich will Jehovah, Jehovah will ich singen,
Will spielen dem Jehovah, Israels Gott!

Jehovah, als du zogst von Seir aus,
Als du einherzogst von Edoms Gebürg',
Da bebte die Erde, der Himmel troff!
Die Wolken troffen Wasserstrom.
Berge zerflossen vor Jehovahs Antlig,
Der Sinai vor Jehovahs Antlik,
Des Gottes Israel.

In Tagen Samgars, Anath:Sohns,
In Tagen Jaels feierten die Straßen,
Die Straßengånger giengen krumme Pfade;
Es feierten die Versammlungen Ifraels,
Sie feierten, bis ich aufstand Deborah,
Bis ich aufstand, die Mutter Israels,

$ 4

Cie

*) S. Herder, vom Geist der ebråischen Poesie, B. II. S. 258; und vergl. die dort hinzugefügten erklärenden Anmerkungen.

Hymnen.

--

Sie hatten neue Götter gewählt,
Da stürmt' an den Thoren der Krieg!
Und war nicht Schild, nicht Lanze zu sehn
Unter den vierzigtausenden Israels —
Euch dankt mein Herz, ihr Führer Israels,
Und ihr, Freiwilligen unter dem Volk,
Preiser Jehovah mit mir!

Die ihr auf schimmernden Eselinnen reitet,
Auf köstlichen Decken sißt,

Und die zu Fuß die Straßen wandeln

Denkt auf ein Lied!

Ein Lied zum Gesange der Hirten, die zwischen den

Schöpfebrunnen

Wasser den Heerden theilen aus;

Daß man allda Jehovahs Güte preise!,

Jehovahs Güte preise das Landvolk Israels;

Denn da zog hinab in die Engen Jehovahs Volk!

Wohlauf! Wohlauf Deborah!

Erwecke den Geist, und singe den Sieg!
„Auf Barak! hole Gefangne dir!

Abinoams Sohn!"

Da zog mit ihm ein Håuflein Starken entgegen, Jehovahs Volk zog mit mir, entgegen den Mächtis gen!

Von Ephraim kam ihr Anfang auf Amalek;

Nach dir, kamst, Benjamin du mit deinen Völkern.

Von Machir kamen Kriegesführer über:

Von Zebulon, die den Stab der Musterung trugen.
Auch Isaschars Fürsten waren mit Deborah:
An Kriegesmuth dem Barak gleich

Sprang Jsaschar ins Thal.

An Rubens Bächen nur war viel Berathung;
Was sizest du da, Ruben, zwischen Hürden?
Zu hören etwa das Geblöke deiner Heerden?
In Rubens Bächen ist gar viel Berathung!

« ПредишнаНапред »