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i Da du mit dem Tode gerungen, mit dem Tode,
heftiger du gebåtet hattest,
da dein Schweiß und dein Blut
auf die Erde geronnen war;

2 in dieser, ernsten Stunde

thatest du jene große Wahrheit fund,
Die Wahrheit fein wird
so lange die Hülle der ewigen Seele Staub ift.

Du standest und sprachst zu den Schlafenden: Willig ist eure Seele, aber das Fleisch ift schwach!

4

Dieser Endlichkeit. Loos, die Schwere der Erde fühlet auch meine Scele, wenn sie zu Gott, zu dem Unendlichen sich erheben will.

1

5 Anbåtend, Pater, sink ich in den Staub,, und fich,

vernimm mein Flehn, die Stimme des Endlichen:
gib meiner Seel' ihr wahres Leben,
daß fie zu dir fidy, fu dir erhebe!
Zweiter Theil.

2

6 Tigegenwärtig, water,

dhließet du midi eitt.
Steh hier, Betrachtung ,- ftil, und forsche
diesem Gedanken der Bonne nach).

7 Was wird das Änschaun sein, wenn der Gedant au didy,

Allgegenwärtiger, Idhon Kräfte jener Welt hat!
Was wird es sein, dein Anschaun,
Unendlicher, o du Unendlicher!

1

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8 Das sah fein Auge, das hörte kein Ohr,

das tam in feines Herz, wie sehr es auch rang,
wie es auch nach Gott, nach Gott,
nach dem Unendlichen Dürstete,

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9 tam es doch in feines Menschen Berg

nicht in das Herz deß, welcher Sünder
und Erd', und bald ein Todter ift,
was denen Gott, die ihn lieben, bereitet hat.

%

Wenige nur, ach wenige find,
deren Aug in der Schöpfung
den Schopfer fieht! wenige, deren Dhe
ihn in dem måchtigen Rauschen des Otarmwinds hört,

im Donner, der rout, oder im lispelnden Bache,
Unerschaffner, dich vernimmt;
weniger Herzen erfüllt, mit Ehrfurcht und Schanes,
Gottes zugegenwart.

Laß mich im Beiligthume
dich, Algegenwärtiger,
státs suchen und finden; und ist
er mir entflohn, dieser Gedanke der Ewigkeit,

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15 Ich hebe mein Lug' auf, und seh',

und siehe! der Herr ist überall.
Erd', aus deren Staube
der erste der Menschen geschaffen ward,

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16

auf der ich mein erstes Leben lebe, in der ich verwesen werde, und auferstehen aus der, Gott würdigt aud dich, die gegenwärtig zu sein.

Mit heiligem Schauer
brech' ich die Blum' ab;
Gott machte sie,
Gott ist, wo die Blum ift.

18

Mit heiligem Schauer führ'tich der Lüfte Behn, hdro ic thr Rauschen. Es hieß sie wehn und rauschen der Ewige. Der Ewige ist, wo sie räuseln, und wo der Donnersturm die Zeder stürzt.

19

Freue dich deines Todes, o Leib! wo du verwesen wirft, wird Er sein, der Ewige.

-20
Freue dich deines Todes, o Leib! In den Liefen der

Stopfung,
in den Höhen der Schöpfung wird dcine Trimmer verwoehn.
Auch dort, Perwel'ter, Verstäubter, wird Er fein,'
der Ewige.

21 Die Kshen werden sich bücken,

die Tiefen sich bůcken,
wenn der Allgegenwärtige nun
wieder aus Staub' Unsterbliche schafft.,

22 Werfet die Palmen, Bollendete, nieder und die Kronen!

Halleluja dem Scaffenden, dem Todtenden Halleluja! Halleluja dem Schaffenden!

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23

Ich hebe mein Aug" auf, und seh', und siehe! der Herr ist überali. Sonnen, euch, und o Erden, cuch Monde der Erden,

erfadet, rings um mich, des Unendlichen Gegenwart.
24
Nacht der Welten, wie wir in dem duntein Worte (chaun

,
den, der ewig ist,
so schaun wir in dir, geheimnisvolle Nacht,
den, der ewig ift.

1

25

Hier steh' ich Erbe. Was ist mein Leib
gegen diese selbst den Engeln unzählbare Welten!
Was sind diese selbst den Engeln unzählbare Welten
gegen meine Seele!

26 Thr, der Unsterblichen, ihr , der Erldsten

bist du náher, als den Welten.
Denn sie denken, fie fühlen
deine Gegenwart nicht.

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